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CAPI

Die CAPI stellt eine Schnittstelle für Anwendungen zur Verfügung, um über das digitale ISDN-Netz (Integrated Services Digital Network) zu kommunizieren. Hinter der Abkürzung CAPI verbirgt sich der Begriff "Common ISDN Application Programming Interface". Die Schnittstelle existiert bereits seit 1989 und hat sich als Standard für die Nutzung von ISDN-Hardware etabliert. Seit 1994 entwickelt die CAPI Association e.V. die Schnittstelle weiter. Dank der CAPI können beliebige Anwendungen auf ISDN-Adapterkarten zugreifen und diese für ihre Zwecke verwenden. Ein standardisierter Befehlssatz regelt die Kommunikation zwischen den Anwendungen und der Hardware. Spezielle Kenntnisse der angesprochenen, herstellerspezifischen ISDN-Hardware benötigen die Anwendungen nicht. Die CAPI ist frei verfügbar. Es existieren zahlreiche Implementierungen für unterschiedliche Betriebssysteme wie für Microsoft Windows, Linux oder OS/2.

Charakteristische Eigenschaften und Funktionen der CAPI

Die CAPI ist mit den unterschiedlichen ISDN-Protokollen wie 1TR6 oder DSS1 kompatibel und kann sowohl an Basisanschlüssen mit einem D-Kanal und zwei B-Kanälen als auch an Primärmultiplexanschlüssen mit bis zu 30 B-Kanälen eingesetzt werden. Ursprünglich unterstützte die CAPI nur die Datenübertragung per ISDN, im Laufe der Zeit erfolgte jedoch die Erweiterung der Spezifikation für die Sprachkommunikation und Faxübertragung. Über die CAPI lassen sich die Nutz- und Signalisierungskanäle des ISDN-Anschlusses steuern und verwenden. Mit Hilfe der CAPI können zum Beispiel die Kommunikationsarten Fax Gruppe 3, analoge Datenübertragung per V.34, RAS (Remote Access Service) oder PPP über ISDN realisiert werden. Die Einwahl in das Internet über ein ISDN-Netz erfolgt ebenfalls über die CAPI. Hierfür stellt sie erweiterte Funktionen wie die Kanalbündelung zur Erhöhung der Übertragungsgeschwindigkeit im Up- und Download zur Verfügung. Weitere unterstützte Funktionen der CAPI sind beispielsweise Authentifikation, Verschlüsselung, Kompression, Mehrfrequenzwahlverfahren oder die digitale Signatur. Aufgrund der starken Verbreitung von breitbandigen Internetzugängen und dem zunehmenden Trend, die Daten- und Sprachkommunikation über IP-basierte Netze abzuwickeln, hat die CAPI stark an Bedeutung verloren. Sie kommt jedoch immer noch für die Ansteuerung von Fax-Servern oder für Sprachkonferenzsysteme, Voicemail und UMS-Systeme (Unified Messaging Service) zum Einsatz.

Das Internet-Fax als Alternative zum Faxen über die CAPI

Um von einem PC aus Faxe zu versenden, bietet sich das Online-Fax, auch Internet-Fax genannt, als Alternative zum Faxen über die CAPI an. Das Internet-Fax bietet den Vorteil, dass keine ISDN-Hardware benötigt wird und das Faxen von beliebigen Endgeräten aus möglich ist. Die komplette Faxkommunikation lässt sich in der E-Mail-Anwendung abwickeln und erfordert keine spezielle Software. Die weltweite Nummer eins der Internet-Faxdienstanbieter ist eFax® mit über elf Millionen Abonnenten.

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